Mein Projekt

Die Schule

Die Schule an der ich arbeite, heißt Filbert Bayi School. Sie besteht aus der Secondary und Primary school in Kibaha und aus der Primary und Nursery school in Kimara. Ich unterrichte am Montag, Dienstag, Mittwoch und Samstag in Kibaha und am Freitag in Kimara. Kibaha liegt etwa 50 km und Kimara etwa 16 km von Dar Es Salaam, der größten Stadt Tansanias, entfernt.
Die Schule ist nach dem ehemaligen tansanischen Mittelstrecken- und Hindernisläufer Filbert Bayi benannt. Er brach bei den British Commonwealth Games 1974 in Christchurch, im Alter von nur 20 Jahren, den 1.500-m-Weltrekord und holte die olympische Silbermedaille. Nach dem Ende seiner Sportkarriere engagierte sich Bayi in Bildungsprojekten. Er zeigte großen Einsatz bei der Errichtung der Filbert-Bayi-Foundation mit Sitz in Mkuza (Tansania), die sich seit 2003 der Förderung leichtathletischer Nachwuchstalente verschrieben hat. Neben der Sportförderung ist es der Filbert-Bayi-Foundation ein Anliegen, junge Menschen über Aids aufzuklären und ihnen durch Bildungsangebote einen Weg aus der Armut zu bieten.
Die Filbert Bayi School wird von Filbert Bayi und seiner Frau geleitet. Das Konzept der Schule ist es, auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen und deren Stärken zu fördern, so dass alle Schüler Erfolgserlebnisse haben und zu verantwortungsbewussten Menschen heranwachsen.

Meine Aufgaben vor Ort

Gemeinsam mit meinem Projektpartner Thore arbeite ich an den Schulen in Kibaha und Kimara. Vormittags geben wir am Montag und Mittwoch an der Primary School in Kibaha Sportunterricht. Die Schüler der Secondary School unterrichten wir am Dienstag Nachmittag in Deutsch und am Samstag Vormittag in Sport. An der Primary School in Kimara sind wir immer freitags. Nachmittags sind wir für die Freizeitgestaltung und Sportangebote zuständig und haben die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und eigenständig Projekte durchzuführen. Der Schwerpunkt meines Aufgabenfeldes liegt auf dem Medium Sport, um so persönliche und soziale Fähigkeiten der Kinder zu fördern. Ich möchte den Kindern Spaß an der Bewegung vermitteln. Durch Lauf- und Fangspiele sowie Mannschaftssportarten und Leichtathletik kann die Entwicklung von Werten und Normen wie Fairness, Teamgeist, Verantwortung, Fitness und Empathie gefördert werden.
Da wir die Ersten sind, die in diesem Projekt einen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst im Sport leisten, können wir nicht auf die Erfahrungen und bestehende Projekte von Vorgängern zurückgreifen. Dies bietet jedoch für uns auch die Chance, viele eigene Ideen einzubringen und das Aufgabenfeld für nachkommende Freiwillige zu prägen.