Sportunterricht

Vor vier Wochen durften wir endlich mit dem Sportunterricht, zumindest hier in Kibaha, beginnen.  An der Primary School in Kimara konnten  wir leider noch nicht anfangen, da wir immer noch auf unseren Stundenplan warten. Deshalb unterrichten wir bis jetzt  vorläufig nur montags, mittwochs und samstags Sport.

Wir unterrichten drei Klassen der Secondary School: Pre-Form I, Form I, Form III und die Klassen 1 bis 6 an der Primary School. Das Unterrichten macht unheimlich Spaß und bis auf ein paar Schwierigkeiten am Anfang läuft es ziemlich gut. So sind wir an unserem ersten Tag als Sportlehrer mit der Erwartung, nur eine Klasse zu unterrichten, in die Sporthalle gelaufen. Seltsamerweise sind immer mehr und mehr Schüler in die Sporthalle geströmt, bis sich dann herausgestellt hat, dass alle drei Klassen der Secondary dort versammelt waren. Insgesamt waren das dann etwas mehr als hundert Schüler. Daraufhin haben Thore und ich uns aufgeteilt und jeweils in unserer Hallenhälfte mit den Schülern Sport gemacht. Da das dann aber doch relativ viele Schüler waren und wir darauf nicht vorbereitet waren, lief unsere erste Sportstunde mit der Secondary School dann etwas chaotisch ab. Nach einer weiteren Absprache mit einem Lehrer haben wir es nun so geregelt, dass wir immer nur ein Klasse unterrichten. Und zwar montags 40min Form I und samstags eine Stunde Form III und danach eine Stunde Pre-Form I.

Wenn wir zur Primary School gehen, um unsere jeweilige Klasse für den Sportunterricht abzuholen, werden wir immer von allen Seiten von den Schülern freudig begrüßt. Da unser Kiswahili noch nicht gut genug ist, unterrichten wir auf Englisch. Bis auf die erste Klasse, sprechen aber alle Schüler gutes Englisch, deshalb ist das kein Problem. Bei der ersten Klasse übersetzt oft eine Lehrerin, die die Schüler begleitet, unsere Erklärungen. Wenn unsere Zeit dann um ist, werden wir traurig bis zur nächsten Woche verabschiedet. Es ist jedes Mal schön zu sehen, welchen Spaß die Schüler im Sportunterricht haben und wie sie sich auf den Unterricht freuen.

Neben dem Unterrichten sind Thore und ich gerade dabei, mit ein paar Schülerinnen einen deutschen Volkstanz (Kettentanz) für den Parents Day, der am 2. Dezember stattfinden wird, einzuüben .

Ebenfalls bekommen wir jeden Montag- und Freitagmorgen, von einer Lehrerin der Secondary School, etwas Kiswahili Unterricht. Mittlerweile kann ich mich schon besser auf Kiswahili verständigen und verstehe meistens auch ungefähr was mein Gegenüber mir sagen will.

Insgesamt habe ich mich super eingelebt und fühle mich hier sehr wohl.